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Was ist
Schönheit?
Tagsüber pressen wir uns in die megatrendige
Hüfthose und in das passende bauchfreie Top; beides nach Möglichkeit zwei
Nummern zu klein.... Egal, Hauptsache "in sein", selbst wenn hier und da
eine kleine Speckfalte herausragt. Das trägt frau schließlich so!
Abends nach getaner Arbeit sehen
wir uns dann im Fitnessclub wieder. Und siehe da, aus der sexy Hüfthose
ist eine Jogging-Büx mit raffiniert eingebautem Dekor geworden. Wir
haben uns einen Pulli um die Hüften gebunden, damit uns jegliche selbst
erdachte Peinlichkeit erspart bleibt und damit auch ja niemand ein
Pfündchen hier oder dort zu viel erahnen könnte.
Abgekämpft vom langen Tag geht es in den schweißtreibenden Fitnesskurs:
Bauch, Beine, Po oder so ähnlich. Hauptsache etwas gegen die vermeintlich
überflüssigen Pfunde tun.
Der Spaßfaktor ist gleich Null, und am kommenden Morgen schaffen wir
es kaum pünktlich zur Arbeit, weil wir völlig k.o. von den Torturen des
Vorabends sind. Wen interessiert´s, heute ist schließlich ein neuer Tag
und auch heute gilt: noch weniger essen, wieder Kalorienzählen, noch mehr
Sport treiben, noch dünner werden. Immer mehr, mehr, mehr!
Ausstrahlung und Sexappeal
Abgesehen
davon, daß der um die Hüften gebundene Pulli, den zu dick gedachten Po
bzw. die zu breit geratenen Hüften nicht kaschieren kann, bewirkt diese
Tarnung dummerweise genau das Gegenteil: „Schaut alle her, ich bin eine
von denen, die sich einen Pulli um den Hintern wickelt, weil sie´s nötig
hat!"
Und abgesehen davon, daß Jennifer Lopez auch nicht gerade einen
Knabenpo hat, bemüht sich die südamerikanische Pop-Diva darum, ihre
weiblichen Rundungen durch noch knappere Stoff-Fetzen zu betonen. Mit
Erfolg, denn mir ist kein männliches Wesen auf dieser Erde bekannt, das J. Lo. nicht sexy finden würde. Gut, Ausnahmen gibt´s immer!
Ja, die südamerikanischen Damen wie Jennifer Lopez und Shakira machen es
uns vor; sie lassen uns mit ihrer neu gewonnenen und natürlichen
Weiblichkeitsoffensive ganz schön im Regen stehen. Recht haben sie und
vor allen Dingen einen Po! Was nützt ein perfekt gestählter Körper, wenn
die Ausstrahlung nicht stimmt? Sexappeal, Ausdruck und Selbst-Zufriedenheit
haben wenig mit einem Waschbrettbauch, den eh keiner hat, zu tun, sondern
sind das Ergebnis einer "gepflegten Seele".
Apfel, Birne & Co.
Sportwissenschaftlich gesehen lassen wir uns in drei
typische Körperformen einteilen:
So weisen einige von uns eher die Körperform eines langen, dünnen
Spargels auf. Im Fachjargon heißt dieser Typus Leptosom. Ein typischer
Spargel ist zum Beispiel Gwyneth Paltrow. Die zweite Typologie gleicht rein äußerlich einer Paprika. Sie
heißt Pykniker und ist eher klein und rundlich, besonders um die Hüften.
Hella von Sinnen ist eine Paprika. Schließlich gibt es den Athleten. Er ist wohl proportioniert und entwickelt schnell
Muskulatur. Pop-Ikone Madonna ist ein typischer Athlet. Das war
allerdings nicht immer so! Meistens
läßt sich der menschliche Körper nicht so leicht in
die eine oder andere Kategorie einteilen. Mischformen sind daher besonders
häufig. Typische Mischformen sind die Birne und der Apfel. Jennifer Lopez
ist eine typische Birne. Das heißt oben herum schmal, um die Hüften herum
ein wenig üppiger. Der Apfel stellt das Gegenstück zur Birne dar: hier ist
der Oberkörper rundlicher, dafür sind Beine und Po schlank. Dieses Wissen um
unseren individuellen Körpertypus ist unabdingbar, da nicht für jede
Konstitution automatisch dasselbe Training geeignet ist. Selbstredend spielen Ernährung und Körperpflege eine
entscheidende Rolle. Auf dem Weg zum Knackpo müssen wir uns das folgendermaßen vorstellen:
Ein schlaffer Muskel ist wie ein Gummiball, aus dem man die Luft
herausgelassen hat. Pumpt man den Ball wieder auf, ist er prall. Genauso
verhält es sich auch mit unserer Gesäßmuskulatur. Und dabei gilt:
Weniger ist manchmal eben doch
mehr!
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